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Agfa Isolette III Die Isolette ist meine "schlanke" Mitnahmekamera, wenn mir meine anderen 6x6 und 6x9-Apparate zu schwer und zu sperrig sind. Geradezu ein Leichtgewicht im Vergleich zur 6x6 Super Ikonta, ist sie die ideale Begleiterin auf Spaziergängen oder Motorradausfahrten. Trotz ihrer geringen Abmessungen ist sie durchaus in der Lage, Aufnahmen in bestechender Qualität zu liefern, auch wenn sie wegen des ungekuppelten Entfernungsmessers (man muss die mit dem Mischbildentfernungsmesser ermittelte Entfernung an einem oben an der Kamera angebrachten Rädchen ablesen und auf die Skala an der Frontlinse des Objektivs übertragen) etwas länger dauern.Agfa Isoletten boten die Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Objektiven - dem preiswerten, dreilinsigen Agnar, dem ebenfalls dreilinsigen, aber angeblich schärferen Apotar und dem Apotar, einem Vierlinser mit verkitteter Hinterlinse, der seinem Vorbild, dem berühmten Zeiss Tessar, durchaus das Wasser reichen kann.Ich besitze zwei Isoletten III - eine mit einem 4.5er Apotar-Objektiv in einem Prontor-SV-Verschluss (Zeiten von 1 bis 1/300 Sekunde) und eine mit dem f 3.5er Solinar im moderneren, mit der praktischen Lichtwerteinstellung versehenen Synchro Compur, dessen schnellste Zeit die 1/500 Sekunde ist. Beide Kameras hatten die für fast alle Isoletten typischen Probleme mit eingetrocknetem Fett im Mechanismus des Entfernungsmessers und in der Einstellschnecke der Objektiv-Frontinse, das ich mit Waschbenzin entfernt und durch technische Vaseline ersetzt habe. Seitdem lassen sich beide Kameras wieder butterweich einstellen. Einen weiteren, viele Isoletten betreffenden Fehler wiesen meine beiden Kameras glücklicherweise nicht  auf - den an den Ecken brüchigen und daher lichtdurchlässigen Balgen.